Haben Sie während der letzten Wochen im Homeoffice auch öfter das Gefühl gehabt, dass der Job, den Sie gerade tun, nicht das ist, was Sie sich erträumt hatten? Haben Sie genossen, Ihre Zeit freier einteilen zu können? Waren Sie froh, manchen Ihrer Kollegen oder Ihrem Chef nicht täglich begegnen zu müssen? Hat Sie ein Freiheitsgefühl beschlichen? Oder haben Sie sich ausgemalt, wie Sie in Zukunft lieber arbeiten möchten?

Gerade Zeiten, in denen man aus der Normalität gerissen wird, geben oft Raum für neue Gedanken. Emotionen kommen hoch – und werden gehört. Was wir uns im Alltag verwehren, drängt jetzt mit Macht an die Oberfläche. In Zeiten, in denen es um das Leben geht, wir mit Krankheit und Tod konfrontiert werden, bahnen sich Fragen einen Weg wie: Was will ich vom Leben, von meinem Job? Wie finde ich einen Sinn in dem, was ich tue? Was ist mir wirklich wichtig? Was brauche ich in meinem Job, um zufrieden und glücklich zu sein?

Gehn oder bleiben?

Dann ist guter Rat teuer. Unter anderen Umständen würden Sie jetzt vielleicht beschließen hinzuschmeißen, zu kündigen und sich was Neues zu suchen: Doch macht das jetzt gerade Sinn?

NEIN! Zum jetzigen Zeitpunkt wäre die Entscheidung weniger klug. Noch ist nicht abzusehen, welche Auswirkungen die Krise auf den Arbeitsmarkt zukünftig hat. Stellen Firmen bald wieder ein? Oder wird es eher zu weiteren Entlassungen kommen? Welche Berufsbilder werden benötigt?

Niemand kann das vorhersagen. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht entmutigend. Doch eins ist sicher, die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt erholen sich wieder. Und damit die Zeit bis dahin nicht zu lang wird, beschäftigen Sie sich doch schon mal mit Ihrem Traumjob. Denn nur, wenn Sie genau wissen, was Sie bieten und was Sie wollen, werden Sie den auch finden.

Die Traumjob-DNA

Genau wie unsere DNA setzt sich Ihr Traumjob aus mehreren einzelnen Bausteinen zusammen. Und in dieser Zusammensetzung wird er einmalig und nur für Sie passend. Und aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, je genauer Sie Ihre Bausteine kennen, desto größer ist die Chance, die Aufgabe und den Arbeitgeber zu finden, der zu Ihnen passt.

Welche Bausteine gehören in die Job-DNA?

Zunächst sollten Sie sich über Ihr Angebot klar sein:

  • Welche Fähigkeiten, Talente und Erfahrungen bringen Sie mit?
  • Wie ticken Sie als Persönlichkeit?
  • Was sind Ihre Werte und Motive?
  • Über welches Wissen verfügen Sie? Sind Sie auch bereit das stets auf dem neusten Stand zu halten?

Nachdem das klar ist, stllen Sie sich die Fragen nach Ihren Wünschen:

  • Wo wollen Sie arbeiten? Wie sind Ihre räumlichen Präferenzen? (Berlin oder Posemuckel, Großraum- oder Einzelbüro, Homeoffice?
  • Welche Unternehmensstrukturen brauchen Sie, um Ihr volles Potenzial entfalten zu können? (Konzern, Mittelständler, Startup, Verband oder Behörde)
  • In welchem Umfeld wollen Sie arbeiten? (kollegial, hierarchisch, agil) Brauchen Sie Kundenkontakte?
  • Wie viel Verantwortung wollen Sie übernehmen? (Sachbearbeiter, Referent oder Führungskraft)
  • Welche Rahmenbedingungen wollen Sie vorfinden? Wie viel wollen Sie verdienen? Wie viel benötigen Sie wirklich? Zu welchen Kompromissen sind Sie bereit, wenn dafür der Job und das Umfeld stimmen? Welche Benefits erwarten Sie?
  • Welche Vorstellungen haben Sie hinsichtlich Ihrer Arbeitszeit? Ist Ihnen eine strikte Trennung zwischen Arbeit und Freizeit wichtig?

Und die letzte Frage, die uns wieder zum Ausgang zurückbringt: Warum tun Sie, was Sie tun? Welchen Sinn wollen Sie in Ihrer Arbeit sehen? Hier kommen Ihre Werte und Motive zum Tragen.

Nach dem Zusammensetzen der Bausteine zu einem festen und stabilen Strang, geht es konkret auf die Suche nach einem Arbeitgeber, in dessen DNA-Strang Sie sich mühelos einfügen. Denn genau wie im Krimi liefert die DNA den wichtigsten und zuverlässigsten Hinweis auf die Lösung des Falls.

Lösen Sie also Ihren Job-Fall, indem Sie Ihrer DNA auf die Spur kommen.