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Warum arbeitest du eigentlich?

Oft ist die erste Antwort: Wegen des Geldes, ist doch logisch. Aber ist das wirklich schon alles? Geht es nicht auch um Identifikation, um Anerkennung seitens der Kollegen oder des Chefs? Oder vielleicht um eine Aufgabe, die dich mit Sinn erfüllt? Vielleicht aber auch darum, dass dein Job dich zufrieden macht.

Wenn du das bereits hast und es deinen Traumjob nennst, hast du das große Los gezogen, denn Glück und Zufriedenheit im Job sind sehr kostbar. Sie machen die Arbeit reicher und das Leben leichter.

Der Mensch tickt jedoch unterschiedlich: Manche ackern und ackern, sind ständig unter Strom, für andere ist der Job relativ ok wieder andere sehen die Kollegen ganz gern und der Vierte mag die Aufgaben, aber nicht das Umfeld – so richtig zufrieden ist keiner. Den meisten fehlt jedoch die Klarheit darüber, warum sie nicht vorwärtskommen und was sie wirklich wollen.

Woran liegt das?

Die Gründe dafür scheinen vielfältig und sehr individuell – haben aber doch eins gemeinsam: Das Glück kommt nicht durch die Anerkennung des Chefs oder der Kollegen. Nicht die Eltern oder Freunde sind dafür zuständig. Glück kommt einzig aus uns selbst. Und daher ist es doch individuell. Was den einen nervt, macht den anderen glücklich. Der eine hasst Druck, der andere braucht ihn. Aber leicht gesagt, das Glück kommt aus dem Inneren – wie denn? Vielleich, wenn wir uns von einem Gedanken verabschieden, dass alles, was wir tun, nur als Mittel zum Zweck dient. Arbeit dient einem Zweck – einem finanziellen Zweck, Status, Anerkennung. Wenn wir lernen, dass Arbeit an sich Spaß macht, dass es darum geht sich selbst zu entwickeln, Dinge zu tun, die man gern macht und gut kann – ist man dem Glück schon ein ganzes Stück nähergekommen. Die persönliche Motivation, sich für ein bestimmtes Thema zu engagieren, entsteht meist daraus, dass man etwas bewegen oder verändern möchte. Was möchtest Du verändern?

1. Finde heraus, was dein Traumjob ist

Als erstes geht es beim Traumjob darum, deine Einzigartigkeit herauszufinden. Und die findest du in den folgenden drei Bereichen, über die es sich lohnt nachzudenken: deine natürlichen Begabungen, deine Fähigkeiten und deine Interessen. Unter deine natürlichen Begabungen fällt alles, was dir leicht fällt. In welchen Bereichen musst du dich nicht besonders anstrengen, um Erfolge zu haben oder dir etwas anzueignen? Wenn dir hier nicht sofort etwas einfällt, kannst du auch Freund*innen und Familienmitglieder fragen – vielleicht machen sie dir bewusst, dass du sehr gut strategisch denken kannst oder ein toller Zuhörer bist. Sammle alle Antworten und schreib sie auf.

Gehen wir weiter zum zweiten Bereich: deinen Fähigkeiten. Das sind all deine besonderen Errungenschaften, die du auch in deinen Lebenslauf schreiben würdest. Was hast du bereits alles gelernt – nicht nur in der Schule, sondern auch links und rechts von deinem bisherigen Berufsweg? Stell dir dazu vor, dass du eines Tages in einer Stadt in einem anderen Land aufwachst – vielleicht sogar auf einem anderen Kontinent. Du weißt, dass du Geld verdienen musst, um zu überleben. Welche Fähigkeiten, die du dir bisher angeeignet hast, kannst du am leichtesten dazu verwenden, um einen Job zu bekommen? Sammle auch hier deine Antworten, denn das sind deine Schlüsselfähigkeiten.

Kommen wir dann zu deinen Interessen. Stell dir vor, du besuchst eine*n Freund*in. Er oder sie hat eine eindrucksvolle Bibliothek. Ihr kommt ins Gespräch, und du wirst gefragt, welche Bücher dich ganz besonders interessieren. Welche Bücher würdest du aussuchen, oder über welche würdest du gerne mit deinem*r Freund*in sprechen? Sind Kriminalromane vielleicht dein Steckenpferd, oder interessierst du dich eher für Biografien von inspirierenden Menschen? Was ist das Erste, was dir bei diesem Gedankenexperiment einfällt?  Und schon kennst du deine Interessen. Oder du sitzt allein auf dem Sofa uns zappst durch das Fernsehprogramm. Bei welchen Filmen oder Dokus würdest du hängen bleiben und weiterschauen? Ich beispielsweise bleibe bei guten Krimis und Geschichte hängen.

Die einzige relevante Frage für deinen Traumjob ist hier ist nur: „Finde ich diesen Bereich interessant oder nicht?“ Eine
Frage, die hier nicht weiterhilft, ist die Frage: „Habe ich formelle Qualifikationen für diesen
Bereich?“ Zunächst ist es nur wichtig, dass du für dich interessante Bereiche ankreuzt und drei davon auswählst. Notiere nun zu jedem Bereich ein oder zwei Aspekte, die das Interessante für dich ausmachen. Zwei bis drei Sätze genügen.


Beispiel:
Du findest Messen attraktiv. Was macht für dich das Attraktive aus? Z.B. die Menschenmengen,
die hohen Umsätze, die Atmosphäre, die großen Hallen, die Technik, die Organisation …

Mich zum Beispiel interessieren Krimis: Das Attraktive dran- auf der einen Seite die Detektive, die mit ihren speziallen Stärken die Fälle lösen (Miss Marple durch gutes Zuhören und Menschenkenntnis, Holmes durch Beobachtung und seine Kombinationsgabe und Poirot durch seine Genauigkeit und seine grauen Zellen). Andererseite spiegeln Krimis auch immer gesellschaftliche Themen wieder. Ich lerne dadurch über andere Kulturen (z. B. aus einem saudiarabischen Krimi), historische Einordnungen und Medizin.

Was ich dir empfehle, ich dir dafür Zeit zu nehmen, denn nichts ist von heute auf morgen da. Entscheidend ist, dass du herausfindest, was deine Einzigartigkeit ausmacht. Dabei gibt es kein richtig und kein falsch. Alles, was dich ausmacht ist in Ordnung und darf sein. Du kannst auch die Fragen anpassen: Wenn du keine Bücher liest, sondern Blogs oder so, dann wandle die Frage für dich passend um.

2.Führe Job-Interwievs

Sich einen Traumjob auszudenken, ist gar nicht so schwer. Ob der in der Realität dann auch wirklich so aussieht…?

Auch wenn du weißt, was dein Traumjob ist, kann es schwierig sein, herauszufinden, wie du dorthin gelangst. Glücklicherweise bist du nicht der Erste, der vor diesem Problem steht. Und wer wäre besser geeignet, dir zu helfen, einen Weg zu deinem Ziel zu finden, als jemand, der zuvor in derselben Situation war?

Unterhalte dich mit Leuten, die in ähnlichen Positionen arbeiten und dir den ein oder anderen Tipp geben können. Viele Menschen teilen gerne Erfahrungen und Lektionen, die sie im Laufe der Zeit gelernt haben. Wichtige Kontaktquellen sind dabei nicht nur die Website deines Traumarbeitgebers, sondern auch Kanäle wie XING oder LinkedIn.

Worum es dabei geht?

Dieser Schritt wird dir helfen Networking einfach und unkompliziert zu gestalten. Er dient dazu, Informationen von Menschen aus deinem Umfeld zu sammeln, die dir helfen, deine beruflichen Ziele zu definieren und zu verfeinern. Das Risiko eines Scheiterns oder einer Ablehnung ist auf diese Weise gering.


Was ist der Zweck?

Durch richtiges Networking

  • validierst du deine ermittelten Berufsziele
  • verfeinerst du deinen Ansatz potenzialle Arbeitgeber zu überzeugen
  • sammelst du Informationen, die deine Fähigkeit verbessern, in Bewerbungsgesprächen zu überzeugen

Eine erfolgreiche Struktur für diese Job-Interviews findet sich bei Daniel Porot (The Pie Method for Career Success: A Unique Way to Find Your Ideal Job)

  • Wie bist du an diesen Job gekommen?
  • Was mach dir so richtig Spaß?
  • Was ist nicht so toll?
  • Wie entwickelt sich die Branche /das Unternehmen in der nächsten Zeit?
  • Was muss man mitbringen, um hier arbeiten zu können?
  • Kennst du noch jemanden, mit dem ich über das Thema reden kann?

4. Finde so viele Unternehmen wie möglich, die dich inspirieren

Bevor du anfängst nach einem inspirierenden Unternehmen zu suchen, solltest du dir noch die Frage nach deinen Werten beantworten. Warum? Nun weil die häufigsten Kündigungsgründe in einem Wertekonflikt liegen. Wenn einer deiner oberen Werte Anerkennung ist, im Unternehmen aber der Grundsatz gilt: Nicht geschimpft, ist genug gelobt. – wird dich das schneller unzufrieden machen, als du glaubst. Ist Respekt ein hoher Wert von dir und du triffst auf eine Ellenbogenmentalität, wird deine Zufriedenheit nicht lange anhalten.  Wenn dein Wert Gesundheit auf eine Organisation trifft, in der das keine Rolle spielt, in der dir bei Krankheit die Arbeit nach Hause gebracht oder die jeder Fehltag vorgehalten wird – wirst du nicht glücklich. Das gilt übrigens auch, wenn die Firma z. B. Zigaretten herstellt. Kein noch so gutes Gehalt und keine noch so gehobene Position können auf Dauer darüber hinwegtäuschen.

Kennst du deine Werte?

Nein? – So kannst du sie herausfinden.

Schau dir die Werteliste an und kreuze an, was Dir wichtig ist. Reduziere dann auf 10 und nun noch einmal auf 3. Das sind in der Regel deine Grundwerte. Um ganz sicher zu gehen, was das genau für dich bedeutet, definiere diese Werte für dich. Was bedeutet das in der Praxis. Wie zeigt sich der Wert für dich, im Umgang mit Dir, im Umgang mit anderen. Bringe die Quintessenz in einem Satz unter.

Abenteuer  Achtsamkeit Agilität Aktivität Aktualität Akzeptanz Altruismus  Andersartigkeit  Anerkennung Anmut Ansehen Anstand Ästhetik  Aufgeschlossenheit Aufmerksamkeit Ausgeglichenheit Ausgewogenheit Authentizität  Askese Begeisterung  Beharrlichkeit Beständigkeit Bescheidenheit Besonnenheit Dankbarkeit Demut Disziplin Durchsetzungskraft Effektivität Effizienz Ehrlichkeit Empathie Engagement Entscheidungsfreude Entdeckergeist Entschlossenheit      Fairness Fleiß Flexibilität Freiheit Freude Freundlichkeit Freundschaft Frieden Fröhlichkeit Fürsorglichkeit Geduld Gelassenheit Gemütlichkeit Gerechtigkeit  Gesundheit Glaubwürdigkeit Großzügigkeit Güte Harmonie Herzlichkeit Hilfsbereitschaft Hingabe hoffnungsvoll Höflichkeit  Humor Idealismus  Innovation inspirierend  Integrität intelligent Interesse Intuition Klugheit  konsequent (neu) konservativ Kontrolle Kreativität      Leidenschaft Leichtigkeit Liebenswürdigkeit Loyalität Mitgefühl motivierend Mut Nachhaltigkeit Nächstenliebe Neutralität  Neugier Offenheit Optimismus Ordnungssinn Pflichtgefühl Phantasie Pragmatisch Präsenz Präzision Professionalität Pünktlichkeit Realismus Redlichkeit Respekt Rücksichtnahme Ruhe Sanftmut Sauberkeit Selbstdisziplin Selbstbewusstsein Selbstvertrauen  sensibel Seriosität Sicherheit Solidarität  Sorgfalt Sparsamkeit Spaß Standfestigkeit Sympathie Spontanität Tapferkeit Teamgeist  Teilen Toleranz traditionell Transparenz Treue Tüchtigkeit Unabhängigkeit Unbestechlichkeit Überzeugungskraft Verantwortung Verlässlichkeit Vertrauen verzeihen Wachsamkeit Weisheit Weitsicht Willenskraft Würde Zielstrebigkeit Zuneigung  Zusammenhalt Zuverlässigkeit  Zuversicht    
Wertetabelle

Wichtig:
Die Liste ist keine abschließende Aufzählung – eine Auswahl aus vielen Tausenden von Werten, die es gibt. Fallen dir weitere Werte ein, von denen du denkst, dass sie dir wichtig sind? Dann notiere sie einfach.

Jetzt ist es endlich an der Zeit herauszufinden, für wen du arbeiten möchtest. Wie wir eben gesehen haben, sind neben dem Inhalt der Arbeit – Struktur und Kultur eines Unternehmens wesentliche Aspekte. Die müssen zu dir, deiner Persönlichkeit und deinen Werten passen. Finde heraus, welches Arbeitsumfeld du brauchst, um dich voll entfalten zu können. Frage dich: Will ich in eine agile Struktur, in der sich fast täglich etwas ändert? Oder: Magst du lieber stabile Organisationen, in denen jeder Handgriff sitzt, die Prozesse definiert sind und nicht dauernd alles hinterfragt wird? Soll das Unternehmen besonders innovativ sein?

Oder: Wie sieht es mit der Lernkultur aus? Ist eine vorhanden? Wie wird sie gelebt? Wird Weiterbildung gefördert, ist persönliche Entwicklung gewünscht? Wenn ja, wie sieht das konkret aus? Gibt es einen Katalog, der für alle gleich ist? Bekommt jeder ein Budget, mit dem man sich aussuchen kann, was man will? Oder wird wirklich an der persönlichen Entwicklung des Einzelnen gearbeitet?

Oder: Welche Führungskultur herrscht? Ist es teile und herrsche? Oder wimmelt es nur so von kleinen autoritären Herrschern? Oder wird gar servant Leadership gelebt?

Schau genau hin und unterscheide, welche Werte stehen auf der Webseite und welche werden tatsächlich gelebt. Auch das kannst du in Job-Interviews wunderbar herausfinden. Frag einfach: was ist nicht so toll an dem Job. Meiner Erfahrung nach erfährst du hier viel über das innere Unternehmen.

Tja alles schön und gut, sagst du jetzt vielleicht, aber wie krieg ich das denn raus? – Auch hier helfen Interviews mit Menschen, die dort arbeiten. Kontaktiere sie. Schau auch auf die Seiten für Unternehmensbewertungen: https://www.kununu.com/ oder https://www.glassdoor.de/index.htm

Erstelle eine Liste von Unternehmen, die dich inspirieren und sei dabei so ehrgeizig wie möglich. Was fasziniert dich an diesen Unternehmen? Was haben sie gemeinsam? Wenn du diese grundlegenden Dinge identifizierst, findest du sie vermutlich auch an einer anderen Stelle wieder. Das wird dir helfen, deine Jobsuche zu erweitern und viele interessante Stellen zu finden, auf die du dich bewerben kannst.

5. Netzwerke und werde sichtbar

Du bist felsenfest davon überzeugt, perfekt auf diesen einen Job zu passen? Du hast deinen absoluten Traumjob gefunden? Dann ist es jetzt wichtig, dass die Person am anderen Ende des Einstellungsprozesses das auch erkennt. Personaler achten bei der Kandidatenauswahl auf mehr als nur einen gut strukturierten, aktuellen Lebenslauf.

Es ist kein Geheimnis, dass Arbeitgeber die sozialen Medien potenzieller Mitarbeiter überprüfen. Professionelles Auftreten ist daher auch online wichtig. Und denke daran, etwas Zeit und Energie in das Aufpolieren deiner Auftritte auf Plattformen wie XING und LinkedIn zu investieren. Komme bereits hier mit Menschen in Kontakt, die in deinem Wunschunternehmen arbeiten, vernetzte dich, kommentiere ihre Beiträge, schreib eigene Posts und lass Unternehmen so auf dich aufmerksam werden. Diese kleinen Details können entscheidend für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oder für eine Kontaktaufnahme seitens des Personalentscheiders für deinen Traumjob sein.

6. Auf den richtigen Job warten? – Nein!

Obwohl all diese Vorbereitungen von großer Bedeutung sind, ist das Timing mindestens ebenso wichtig. Nichts ist so deprimierend, wie scheinbar endlose Tage damit zu verbringen, Seite für Seite durch Stellenanzeigen zu scrollen, ohne eine relevante Ausschreibung zu finden. Das kann schnell anstrengend und kontraproduktiv werden.

Den perfekten Job kann man sich nicht zaubern. Nimm dir die Zeit, die es braucht, den perfekten Job zu finden. Ich weiß, dass dies manchmal der schwerste Teil ist. Du weißt, was du willst, du stehst auf dem Sprung in einen neuen Job, doch die Gelegenheit will und will einfach nicht kommen.

Mein Tipp – werde selbst aktiv

Der Frust, der durch das Warten auf die passende Stelleanzeige entsteht, kann deinen Traum vom Traumjob töten. Also mach es anders.

Du weißt, was für einen Job du willst, du weißt, welche Unternehmen infrage kommen – also geh los!

  • Möglichkeit 1: Die Initiativbewerbung – mach sie ungewöhnlich, aber nicht unpassend
  • Möglichkeit 2: Netzwerken im Bekanntenkreis – bedenke, ca. 65 % der Jobs werden über Empfehlung vergeben, streue also, was du suchst.
  • Möglichkeit 3: Sprich mit der Person, die die Macht hat dich einzustellen (und das ist nicht immer die Personalabteilung)
  • Möglichkeit 4: Erweitere dein Netzwerk auf LinkedIn aktiv und teile mit, was du suchst

Wenn du schon arbeitest, warum nicht in deinem Traumjob?

Die Angst vor dem Scheitern ist besonders groß, wenn es darum geht einen Job zu verlassen, den man eigentlich sowieso nicht mag, der nicht guttut oder krank macht. Deshalb verbleiben viele und nehmen die Konsequenzen in Kauf. Macht das Sinn? Nein – besser ist sofort zu handeln, bevor es zu spät ist und Krankheit, lange Auszeiten … die Neuorientierung erschweren. Deinen Traumjob zu bekommen, muss kein Traum bleiben. Mit der richtigen Strategie und einem klaren Fokus kannst du ihn verwirklichen.

Fazit

Auch wenn diese Vorgehensweise allen hilft, die auf der Suche nach ihrem Traumjob sind, möchte ich sie besonders denjenigen ans Herz legen, die keinen geraden Lebenslauf haben, denen, die bunte Vögel sind und denen die sich beruflich völlig neu orientieren wollen. Glaubt mir, ich habe das durch.

Oft genug bin ich einfach hingegangen und habe mich gefragt: Was will ich als nächstes Mal ausprobieren?

Oder noch schlimmer: Ich nehme, was ich kriegen kann.

Das hat zwar immer zu einem neuen Job geführt, den ich auch eine Weile gemacht habe, aber letztendlich nie zu Glück und Zufriedenheit auf Dauer. Dabei soll nicht gesagt sein, dass 20Jahre in einem Job glücklicher oder unglücklicher machen – nein. Aber bei dem eigenen Kern anzukommen, sich seiner Talente und Fähigkeiten bewusst zu sein, mach ein ganzes Stück sicherer. Klar ändern sich die Rahmenbedingungen. Als Berufseinsteiger hat man andere Bedürfnisse, als ein Familienmensch oder jemand dessen Kinder schon aus dem Haus sind. Deshalb mein Tipp: Überprüfe von Zeit zu Zeit, ob du noch auf der richtigen Spur bist oder schon auf dem Weg in den falschen Film.

Und noch ein Nachtrag: Wenn du einen neuen Job angenommen hast ohne ihn auf Herz und Nieren geprüft zu haben und er sich als Fehler herausstellt, dann geh! Je länger du in einem solchen Job verbleibst, desto schwieriger wird der Absprung – weil Mensch kann sich an alles gewöhnen, auch wenn es nicht gut tut.